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veröffentlich von: Olaf Pietsch 30.11.2007
Dies ist kein Entwickler- sondern ein Administrationsthema, denn "VSS" ist nicht "VSS". In diesem Beitrag steht VSS für Volume Shadow copy Service des Windows Betriebssystems und nicht für Visual Source Save. Eine Erklärung ...

Dies ist kein Entwickler- sondern ein Administrationsthema, denn "VSS" ist nicht "VSS". In diesem Beitrag steht VSS für Volume Shadow copy Service des Windows Betriebssystems und nicht für Visual Source Save. Eine Erklärung für die Namensgebung kann man hier finden: 

             http://blogs.msdn.com/adioltean/archive/2005/01/18/355747.aspx

NT-Backup (Befehlszeilenbefehl) nutzt für eine Datensicherung den Volume Shadow Copy Service. Dies beschreibt Microsoft: http://support.microsoft.com/kb/814583:

Parameter: /SNAP:{ein | aus}
Beschreibung: Legt fest, ob für die Sicherung eine Volumeschattenkopie verwendet werden muss."

Nach meiner Erfahrung wird ab Windows Server 2003 Service Pack 2 dieser Schalter nicht mehr beachtet, eine Datensicherung wird somit immer mit Hilfe des Volume Shadow copy Service ausgeführt.

Die Funktionsweise der Windows Schattenkopien ist z. B. hier erklärt:                 http://www.msexchangefaq.de/verschiedenes/vss.htm.

Der Vorteil dieser Technologie ist zweifelsfrei, 

  •  man kann den Inhalt von Dateien sichern, obwohl diese in Gebrauch sind.
  • Es gibt in der Datensicherung keine übersprungenen (geöffneten) Dateien mehr.

Der SQL Server hat einen Caching Mechanismus, der bewirkt, dass die Daten in den Datenbankdateien zu einem Zeitpunkt nicht konsistent sein müssen. Würde man versuchen, Datenbankdateien zu sichern, wenn der SQL Server Dienst aktiv ist, sichert man möglicherweise inkonsistente Daten.

Warnung!! Ich kenne Fälle, da wurde eine laufender SQL Server mit Festplatten Image Sicherungstools gesichert. Die Wiederherstellung von einer solchen Sicherung hat nicht funktioniert. Da hilft nur eins, SQL Services stoppen, dann mit solchen Tools sichern. Der SQL Service sperrt die Datenbankdateien gegen externe Zugriff, jedoch werden u. U. diese Sperren von solchen Tools nicht beachtet.

Der SQL Server kann mit dem Volume Shadow copy Service zusammen arbeiten, dafür ist der spezielle Dienst "SQL Writer" zuständig. Der Service ist nicht per "SQL Server Configuration Manager" zugänglich, sondern nur als "normaler" Windows Service. Nur bei laufenden SQL Writer Service können die SQL Server Datenbankfiles (incl. Transaktionslogs) mit der NT-Backup in einem konsistenten Zustand gesichert werden.

                http://msdn2.microsoft.com/de-de/library/ms175536.aspx

SQL Server 2005 connectivity and Volume Shadow Copy Service (VSS)

                http://support.microsoft.com/kb/919023/en-us

Dieser SQL Writer Service wird zwar beim SQL Server Setup automatisch mit installiert, jedoch nicht standardmäßig aktiviert.

Zum Ausführen auf dem Servercomputer muss der Service explizit aktiviert werden (Starttyp auf automatisch stellen und Service starten) , d. h. wird der Service bei laufenden SQL Service aktiviert, muss der SQL Service neu gestartet werden. Man kann sonst nach meiner Erfahrungen ggf. Probleme mit der Backup von Datenbankdateien des SQL Service bekommen.

Der Vorteil für den SQL Service ist, dass wirklich große Volumen mit der Backup sehr schnell gehandhabt werden können. (Entsprechende Hardware vorausgesetzt, z. B. SAN). Allerdings ist darauf zu achten, dass die Transaktionslogs nicht mit diesem Backupverfahren zurückgesetzt (verkleinert) werden! D. h. man muss trotzdem eine SQL Server Transaktionslog-Sicherung ausführen, oder den Wiederheerstellungsmodus der Datenbanken auf einfach/simple einstellen. Weiterhin haben in der Regel SQL Sicherungen ein kleineres Volumen, da ungenutzter Platz in den Datenbankfiles nicht mit gesichert wird.

Wer es genau wissen möchte, wie der SQL Service und der SQL Writer Service zusammen arbeiten, der kann es hier nachlesen:

                SQL Writer in SQL Server 2005 - A Guide for SQL Server Backup Application Vendors

                http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/sql/2005/sqlwriter.mspx

Eine weitere Möglichkeit für die Datensicherung gibt es mit dem Microsoft Data Protection Manager Version ab 2007, der auf dem Volume Shadow copy Service basiert und die Transaktionslogs des SQL Server verkleinern kann.

                http://www.microsoft.com/systemcenter/dpm/default.mspx

How to Protect SQL Server with DPM 2007

                http://www.microsoft.com/systemcenter/dpm/workloads/sql.mspx

Wer sich die installierten VSS Writer einmal auf seinem System anzeigen möchte, muss zu dem Befehlszeilen Programm greifen:

                vssadmin list writers

http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/windowsserver2003/de/library/ServerHelp/89d2e411-6977-4808-9ad5-476c9eaecaa5.mspx?mfr=true

Auch die neue Windows Server Backup (Wbadmin) des Windows Server 2008 basiert auf Volume Shadow copy Service. VSS Writer Services sind dort auch weiterhin vorhanden.

http://technet2.microsoft.com/windowsserver2008/en/library/4b0b3f32-d21f-4861-84bb-b2eadbf1e7b81033.mspx?mfr=true

 

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